Plastikmüll – Gefahr für Tiere und Umwelt und was man dagegen tun kann

Schon lange ist uns das Problem bekannt, dass unsere Meere voll von Plastikmüll sind. Selten denken wir in unserem Alltag darüber nach, was der Kauf von Produkten, die Plastik enthalten, für Konsequenzen hat.

In einem Großteil der zum Verkauf stehenden Waren, ist Kunststoff vorhanden. Es beginnt schon bei den Produkten, die morgens nach dem Aufstehen verwendet werden: Mikroplastik im Makeup, in Duschgels und in Shampoos. Generell besteht sämtliches Verpackungsmaterial aus Plastik und ist auch in der Kleidung oft enthalten. Doch wie kommt dieser Plastikmüll ins Meer, für wen hat dies Konsequenzen und was kann man dagegen tun?

So kommt der Plastikmüll ins Meer

Es gibt unterschiedliche Wege, wie der Müll seinen Weg ins Meer findet. Besonders in Entwicklungs – und Schwellenländern kommt es zur unsachgemäßen Entsorgung. Den Leuten ist es oft nicht bewusst, was sie anrichten können. Fischer verlieren versehentlich oder entsorgen Netze absichtlich im Meer, wenn sie diese nicht mehr benötigen. Auch Touristen lassen ihre Abfälle gerne an Stränden liegen oder werfen Müll direkt ins Wasser.

Ein anderes Problem ist das Abwasser. Produkte wie Duschgels, die oft als beliebte Peelings verkauft werden, enthalten Mikroplastik. Dieses gelangt nach der Benutzung ins Abwassersystem und kann in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Dieselbe Problematik besteht ebenfalls, wenn Wäsche gewaschen wird. Kleidung, die aus Kunstfaser oder Fleece besteht, verliert Fasern, die wiederum im Abwasser landen.

Wie bedroht Plastikmüll die Tiere?

Der Naturschutzbund veröffentlichte eine Studie, die zeigte, dass jährlich 100.000 Meeressäuger und eine Millionen Meeresvögel an den Folgen des Mülls sterben. Ein Problem sind die bereits erwähnten Fischernetze, die auch für große Tiere Auswirkungen haben. Robben und Schildkröten schwimmen in die Netze und können sich ohne Hilfe nicht mehr befreien. Dies kann zu Fehlbildungen des Körpers oder zum Tod führen, da sie sich nicht mehr problemlos bewegen können und bei der Nahrungssuche eingeschränkt sind.

Eine weitere Schwierigkeit ist Plastikmüll als Nahrung. Kleine Plastikteilchen werden von den Tieren für Futter gehalten und somit aufgenommen. Dort können sie Verstopfung verursachen und zu tödlichen Verletzungen führen. Das Problem lässt sich bei unterschiedlichsten Arten finden. Schon in Fischen, Muscheln, Krabben und vielen weiteren Tieren konnte Plastikmüll nachgewiesen werden. So gelingt das Plastik in die Nahrungskette und kann für den Menschen schädlich sein. Durch das Essen von Austern und Schalentieren wird der Müll auch von uns aufgenommen. Studien zeigen, dass Stoffe wie Bisphenol A, die in Plastik enthalten sind, zu Unfruchtbarkeit, Krebs und Verhaltensstörungen führen können.

Was kann man tun, um den Müll zu reduzieren?

Es gibt viele Alternativen, die Plastik in bestimmten Situationen überflüssig machen. Durch die Verwendung von wieder verwendbaren Stofftüten oder Körben beim Einkauf, kann man auf Plastiktüten verzichten. Auch für häufig verwendete Einmalartikel wie Einmalrasierer, Damenbinden oder Strohhalme gibt es neue Produkte, die länger verwendet werden können. Hilfreich sind Apps wie „Codecheck“. Diese enthalten Informationen über die Artikel wie das Vorhandensein von Mikroplastik oder den Gebrauch von Stoffen bei der Herstellung, die der Umwelt schaden. Bedeutend ist auch eine gewissenhafte Mülltrennung. Für Menschen, die sich aktiv beteiligen wollen, werden Aufräumaktionen angeboten.

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Plastikmüll benötigt für die vollständige Zersetzung 400 Jahre. Deshalb ist es wichtig, auch das Plastik zu reduzieren, dass bereits im Meer gelandet ist. Eine Organisation mit dieser Bestrebung ist „The Ocean Cleanup“. Das Ziel ist es, 90% des Mülls aus den Ozeanen zu entfernen. Die innovative Idee dieses Unternehmens besteht darin, U – förmige Barrieren an Orte im Meer auszulegen, die besonders viel Plastik enthalten. Der Müll wird sich im Inneren sammeln und kann so gezielt entfernt werden.

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