Diese 10 Tiere die vom Aussterben bedroht sind

Immer mehr Tiere sind vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2021 veröffentlichte die Weltnaturschutzunion IUCN ihre aktualisierte Rote Liste mit insgesamt 37.500 bedrohten Tier – und Pflanzenarten. Die Liste ist hoch, wie nie zuvor.

Die Gründe, die dazu führen, sind vielseitig. Illegale Jagd und der darauffolgende Handel sind Beispiele. Als Konsequenz reduziert sich die Anzahl einer Art drastisch. Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, können sich nicht ausreichend fortpflanzen. Durch die Abholzung verlieren verschiedene Arten große Teile ihres Lebensraumes, wie es in Brasilien im Gebiet des Amazonas passiert. Sind erst einmal zu wenige Tiere einer Art vorhanden, kann die ausreichende Durchmischung des Erbgutes nicht garantiert werden. Als Folge verbreiten sich Erbkrankheiten. In den Meeren ist der gleiche Trend deutlich erkennbar. Überfischung und Verschmutzung sind die Ursache der Bedrohung sämtlicher Tierarten.

Glattwal

Glattwale wurden früher massiv gejagt. Eine Schätzung von 2018 ging von 250 übrigen erwachsenen Tieren aus. Obwohl der Walfang inzwischen verboten ist, reduziert sich die Anzahl weiterhin. Tiere, die vom Aussterben bedroht sind wie der Glattwal, haben selten die Gelegenheit sich fortzupflanzen. Sie kollidieren mit Schiffen und verfangen sich in Netzen. Diese werden von Fischern ins Wasser gelassen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Der Anstieg der Temperatur der Ozeane infolge des globalen Klimawandels verstärkt diese Probleme.

Lemuren

Die ausschließlich auf Madagaskar und den vorgelagerten Inseln lebenden Lemuren sind stark vom Aussterben bedroht. Sie leben in den Baumwipfeln der Wälder, die immer mehr gerodet werden. Landwirtschaft und Bejagung tragen zu dieser Entwicklung bei. Inzwischen stehen ein Drittel aller Lemurenarten kurz vor dem Aussterben. Ein Beispiel ist die kleinste Primatenart der Welt, Madame Berthes Mausmaki. Schätzungen zufolge leben noch um die 100 Tiere.

Südchinesischer Tiger

Auch viele Tigerarten sind Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Der Südchinesische Tiger benötigt feuchtes, subtropisches Klima und lebt in den Bergwäldern Chinas. Seit 20 Jahren wurde er nicht in seinem natürlichen Lebensraum gesichtet, weshalb er als “praktisch ausgestorben” gilt. Noch 72 Tiere leben in den Zoos. Es besteht die Hoffnung, diese eines Tages auszuwildern. Auch diese Tierart wurde gejagt und verlor große Teile des Lebensraumes.

Schildkröten

Durch steigende Meerestemperaturen können sich Meeresschildkröten schlechter vermehren. Diese Bedingungen machen es den Jungtieren schwer, zu überleben. Anhand der Lederschildkröte wurden Forschungen durchgeführt. Die Ergebnisse deuten auf einen Rückgang der Überlebensrate um 50-60% hin. Diesselbe Entwicklung ist auch bei den an Land lebenden Schildkröten zu beobachten. Die Madagassische Schnabelbrust – Schildkröte lebt in den Trockenwäldern von Madagaskar. Rodung der Wälder und illegaler Handel führten dazu, dass es noch schätzungsweise 400 Tiere gibt.

Feldhamster

Über lange Zeit war der Feldhamster in ganz Europa verbreitet. Tiere, die vom Aussterben bedroht sind wie der Feldhamster leiden unter der Lichtverschmutzung in dicht besiedelten Gebieten. Die künstlichen Lichtquellen stören den natürlichen Biorhythmus von Säugetieren und nachtaktiven Insekten. Zusätzlich verantwortlich für den Rückgang der Hamster sind die Erderwärmung, landwirtschaftliche Monokulturen und veränderte Entemethoden.

Spitzmaulnashorn

Das Westliche Spitzmaulnashorn war ursprünglich in Afrika beheimatet, ist allerdings ausgestorben. Die Südlichen und Nördlichen sind vom Aussterben bedroht, während das Südwestliche als “gefährdet” gilt. Der Bestand reduzierte sich durch Wilderei und Jagd von 5.120 auf 1.800 Tiere.

Soala

Auch Soalas sind Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Das vietnamesische Waldrind lebt im Regenwald zwischen Laos und Vietnam. Durch den Verlust des Lebensraumes leben schätzungsweise noch 25 – 750 Exemplare. Versuche, sie in Gefangenschaft zu züchten, scheiterten.

Berggorilla

Diese sind vor allem in Ostafrika angesiedelt. Von wenigen hundert Tieren konnte der Bestand sich kurzzeitig auf 1000 erholen. Durch illegalen Tierhandel und Wilderei sinkt dieser allerdings erneut. Neuere Zählungen gehen von 600 freilebenden Tieren aus.

Sumatra Elefant

Der Sumatra Elefant ist eine Unterart des Asiatischen Elefanten. Jagd und Rodung von Wäldern und damit Zerstörung des Lebensraumes sorgten für einen Rückgang auf ungefähr 2.400 – 2.800 Tiere.

Amur Leopard

Diese vom Aussterben bedrohte Tierart, ist in den Wäldern und den Bergen im Nordosten Chinas beheimatet. Der Verlust des Lebensraumes sorgt für einen Mangel an Beutetieren. Wilderei setzt den Leoparden zusätzlich zu.

Was kann man tun um das Aussterben von Wildtieren zu verhindern?

Es gibt weltweit verschiedene Projekte die sich zum Erhalt von Wildtieren und ihrem Lebensraum einsetzen, viele von den Organisationen sind für ihre Arbeit auf Spenden angewiesen. Aber auch der eigne Konsum kann Lebensraum von Tieren schützen, daher sollte man beim Kauf von Produkten auf die Herkunft und Inhaltsstoffe der Produkte achten. Als Beispiel sollten Produkte mit Palmöl gemieden werden, denn für Palmöl werden große Flächen Regenwald gerodet. Wenn es keine Alternative zu Palmöl gibt, sollte darauf geachtet werden, dass es aus zertifiziertem Anbau stammt.

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